Einschnitte in die SSZ werden zum Teil mit freien Tagen kompensiert!

Absenkungen fallen geringer aus, als von den Arbeitgebern gefordert!


Liebe Kollegin, lieber Kollege,

erinnern wir uns zurück, wie diese Tarifrunde begonnen hat: 

Die von uns vorgeschlagene Pandemie bedingte Verschiebung der Tarifverhandlungen auf nächstes Jahr wurde durch die Arbeitgeber kategorisch abgelehnt. Horst Seehofer vertrat die Ansicht, ein 14. Gehalt in den Sparkassen muss es nicht geben. In den darauf folgenden Monaten kamen unsere Arbeitgeber nicht so richtig zum Punkt. Monatelang wurde um den heißen Brei herumgeredet, bis dann weniger als eine Woche vor der 3. Verhandlungsrunde die Arbeitgeber mit ihren zahlreichen überzogenen Forderungen endlich an uns herangetreten sind.
In der dritten Verhandlungsrunde starteten sie – trotz aller sachlicher Argumente unserer Seite- den massivsten Angriff auf unsere SSZ, denn die sollte im garantierten Teil um 34 % abgesenkt werden.

Die Arbeitgeber haben sich dabei nicht gescheut, die derzeitige Pandemie-Lage für ihre Zwecke zu nutzen.

Wir konnten den Angriff auf die SSZ nicht vollständig abwehren. Wir konnten aber die Absenkung der SSZ reduzieren und in den Verhandlungen erreichen, dass die Absenkung mit einer Kompensation durch freie Tage einhergeht, abgemildert wurde. (Im Jahr 2021 ->ein Tag für 7 % und im Jahr 2022 ein weiterer Tag für weitere 7 %)

Es ist trotzdem eine bittere Pille, die wir da gemeinsam schlucken müssen!
Wir wissen, dass viele von euch enttäuscht über diesen Abschluss sind, dennoch: Ohne Euren Einsatz in den letzten Wochen wäre das Ergebnis noch schlechter ausgefallen! Die Streiks haben sich aus Sicht der Bundestarifkommissionsmitglieder gelohnt.

Nach der Tarifrunde ist vor der Tarifrunde! Gerade wenn Arbeitgeber sich so verhalten, wie wir es hier beschrieben haben, müssen wir uns zusammen schließen und für unsere gemeinsamen Interessen eintreten.
Wir müssen unseren Organisationsgrad in den Sparkassen erhöhen, um für die nächsten Tarifrunden gewappnet zu sein, denn die Arbeitgeber sind klar aufgestellt.

Unser aktuelles Flugblatt findest Du hier

Deine ver.di Bundesfachgruppe Sparkassen und deine
Mitglieder der Bundestarifkommission

57 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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    Ich kann verstehen, dass die Sparkassen gewerkschaftlich nicht stark organisiert sind und deshalb kein besseres Ergebnis erzielt werden konnte. Jedoch finde ich die Einschnitte in der SSZ und die spätere Entgelterhöhung echt traurig.
    So wie sich der Sparkassen Verband mit seinen so tollen Zahlen gefeiert hat, hätte ich mehr erwartet.

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      Hallo,
      Ja Du hast vollkommen Recht, es ist traurig und beschämend zugleich für die Arbeitgeber uns vorzuspielen wie schlecht es den Sparkassen geht und nun auch noch die Pandemie auszunutzen für die SSZ zu kürzen. Alle Argumente über die wirtschaftliche Lage haben in der Verhandlungsrunde die AG nicht interessiert, sie wussten, dass es so nicht stimmt. Die AG hatten nur ein Ziel, Kürzung der SSZ und dafür war Ihnen jedes Mittel recht. Mehr als den Einschnitt abzufedern war ohne einen Erzwingungsstreik nicht drin.

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    Ich verstehe den Verweis auf die 34%-Punkte nicht. Im Flugblatt vom 19.10.20 ist beschrieben, dass die AG „nur“ 24%-Punkte gefordert haben. Wohl ein Tippfehler? Mit den Einschnitten von je 7%-Punkten, sind wir ihnen ja dann doch um ca. die Hälfte entgegengekommen. Ja Ich weiß, dass wir die Urlaubstage und die tarifliche Erhöhung gegenrechnen müssen… Aber irgendwie bin ich doch enttäuscht. Schade.

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      Hallo,
      richtig es waren zunächst keine 34%, davon war erst die Rede, als wir den AG unseren Vorschlag mit den freien Tagen gemacht haben. Den wollten sie auch noch umsonst bzw. mIt jeweils einem Wert von 12% verrechnen. Es ist gelungen den Ansatz auf 7% zu reduzieren, dafür mussten wir aber eine Verzögerung in den Zeiten für die Tariferhöhung hinnehmen.
      Aus dem Ablauf der Tarifrunde wird klar, bis 2023 müssen wir stärker werden sonst wird die SSZ weiter gekürzt.

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    Es ist eine echte bittere Pille, während der restliche Öffentliche Dienst bereits zum 01.04. eine Erhöhung erhalten, deren Zulagen u. Sonderzahlungen erhöht werden erhalten wir nicht nur eine Reduzierung, sondern auch einen wesentlich schlechteren Abschluss als der restliche Öffentliche Dienst. Wir hatten unsere Geschäftsstellen geöffnet… wo ist hier die Wertschätzung. Zumal es auch keine Jobgarantie mehr in den Sparkassen gibt, Geschäftsstellenschließungen und Personalabbau wird bereits seit Jahren kräftig betrieben.

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    Geringere Abschluss als der allgemeine Tarif. Die monatliche Erhöhung durch die reduzierte SSZ und Zwangsurlaub wieder vollständig kompensiert. Ohne Corona Zulage sogar eine Gehaltsreduzierung. Das obwohl die Sparkassen Millionen Ergebnisse erzielen. Welcher andere öffentliche Bereich schafft das gerade? Angeblich notwendig wegen den Niedrigzinsen. Heute veröffentlich die Bundesbank, das die Banken von den Niedrigzinsen nicht substanziell betroffen sind. Diese Geringwertschätzung ist unglaublich. Das nächste Mal wenn die Unternehmen Hilfen brauchen, bleiben die Anträge halt liegen. Unbezahlte Überstunden und ein Gehaltsverzicht beim Tarifabschluss.

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      Gehen ist kapitulieren. Kämpfen und Mitglieder werben wäre jetzt wohl der bessere Schachzug, damit das Gehalt nicht weiter reduziert wird!

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      Schade,

      es wäre interessant gewesen, Deine Alternativvorschläge zu kennen, wie Du in der Situation vorgegangen wärst, um daraus für die nächste Runde in 2023 zu lernen.

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    Ich würde mir mal Gedanken darüber machen, warum so wenige Sparkassenmitarbeiter gewerkschaftlich organisiert sind. Ich arbeite seit 42 Jahren bei der Sparkasse und ich kann mich nicht erinnern, das es auch nur einmal einen halbwegs guten Tarifabschluß gab. Woran ich mich aber erinnern kann ist, das dieser Abschluß mit Abstand der schlechteste ist, der jemals getätigt wurde.

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    Was für eine Verarsche. Das ist genau die von den Arbeitgebern geforderte Reduzierung der SSZ und damit faktisch eine Null-Nummer im Gesamtgehalt. Einzige Veränderung zum Angebot: 2 Tage Urlaub. Und 2023 kommt dann doch noch die nächste Reduzierung. Wetten? Ich will nicht frei haben, ich will eine faire Bezahlung.

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    Das Ergebnis kann für Verdi nicht akzeptabel sein – die Gewinner der Verhandlungen sind aus meiner Sicht ganz klar die Arbeitgeber. Für die Beschäftigten der Sparkassenorganisation wurde schlecht verhandelt.

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    Ein trauriger Tag für jeden Sparkassen Mitarbeiter!
    „Ein Angriff auf die SSZ wird es mit uns nicht geben…“
    War wohl nichts. Ich bin enttäuscht, da helfen auch 2 zusätzliche Urlaubstage nicht.
    In 2023 werden dann weitere „Anteile“ der SSZ fallen.
    Personalreduzierung, Überstunden streichen, ständig steigende Arbeitsbelastung.
    Immerhin habe ich dann 2 Tage mehr um die durch berufsbedingten Stress nötigen Arztbesuche zu erledigen.

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    Die Arbeitgeberseite trinkt Wein – wenn nicht sogar Champagner – und predigt Wasser. In Anbetracht der Vergütungen der Sparkassenvorstände und deren – im Zuge des Zinstiefs – geradezu explodierenden Pensionsrückstellungen und den lukrativen Entschädigungen für Verwaltungsräte ist der erzielte Tarifabschluss für mich nicht akzeptabel. Wann gehen die öffentlichen Arbeitgeber mal diese üppigen Zahlungen an, wenn es den Sparkassen doch soooo schlecht geht? Und: Wir Sparkassler haben die Tarifabschlüsse der letzten Jahre sowieso selbst erwirtschaftet, da in der Zwischenzeit massiv Personal abgebaut wurde, einhergehend mit einer enormen Arbeitsverdichtung. Und beim Personalabbau ist noch lange kein Ende in Sicht. Die zusätzlichen Urlaubstage, die ich über eine Reduzierung meiner SSZ zudem noch selbst bezahlen muss, bringen gar nichts, da das Arbeitspensum schon jetzt kaum mehr zu bewältigen ist. Ich fühle mich erstmals bei einem Tarifabschluss komplett verarscht und gehe davon aus, dass diese Schweinereien in 2023 ungeniert so weitergehen.

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    Das Ergebnis: lachende Sparkassenvorstände, die in ihren Planungen Gehaltserhöhung von 1,5 – 2 % geplant haben…..aus Sicht aller engagierten Mitarbeiter ein Schlag in das Gesicht. Ich bin seit fast 30 Jahren Mitglied bei Verdi. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Sparkassenmitarbeiter in erfolgreichen Zeiten höhere Tarifabschlüsse hatten, als der restliche öffentliche Dienst. Nun sind die Ergebnisse der Sparkassen nicht mehr auf dem Niveau – aber immer noch auskömmlich (so mancher Mittelständler möchte diese Ergebnisse haben) und wir Mitarbeiter müssen finanziell „bluten“. Was bei den nächsten Gehaltverhandlungen erfolgt, kann ich mir jetzt schon denken. Auch hier wird Verdi entsprechende Zugeständnisse machen „müssen“. Ich kann mir nicht vorstellen, dass unserer Interessen hier besser vertreten werden, leider!

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    Aktuell kann ich mich nicht daran erinnern, in den letzten knapp 40 Jahren einen derart schlechten Abschluss für Beschäftigte bei den Sparkassen „errungen“ zu haben. Unsere Jungangestellten verlassen uns doch schon jetzt zuhauf nach ihrer Ausbildung und die Personalknappheit ist überall spürbar.
    Mehr Urlaub? Bedeutet mehr Belastung für den Arbeitnehmer durch noch mehr Vertretungen. Außerdem bin ich überrascht, wie teuer so ein Urlaubstag nun wird. Über Sabbatical komme ich deutlich preiswerter an zusätzliche Urlaubstage; wenn ich diese mir denn erkaufen wollte.
    Die Streikbereitschaft war seit den 90igern nicht mehr so hoch wie jetzt – und dann sowas. Eine echte Klatsche für uns.
    Aktuell fühle ich mich von meiner Gewerkschaft, der ich seit 02.1982 angehöre, echt verraten und verkauft. Ob ich bleibe – weiß ich noch nicht. 600 € netto mehr im Jahr zur Kompensation dieses Abschlusses – eine Möglichkeit.

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    Wenn es doch den Sparkassen so schlecht geht, dass sie nicht einmal das Tarifergebnis des restlichen Öffentlichen Dienstes übernehmen konnten, stelle ich mir die Frage, ob denn auch die Vorstände genügsam sind und mit einem teilweisen Verzicht zur Besserung beitragen!?
    Sollten sie das nicht freiwillig tun, erhoffe ich mir eine entsprechende Intervention der jeweiligen Gewährträger bzw. der Presse.

  13. Avatar

    Tip für die nächste Verhandlungsrunde: neue Kleiderordnung, damit die hohen Ausgaben für adäquate „Bankenkleidung“ reduziert werden können – ich glaube keine andere Gruppe im öffentlichen Dienst hat so hohe Aufwendungen für Berufskleidung aus eigener Tasche zu tragen….wäre auch ne adäquate Begründung für die erforderliche SSZ – oder Verdi……???

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    Ich bin nicht zufrieden mit dem Abschluss; haben all den Kolleginnen und Kollegen zu verdanken, die nicht in der Gewerkschaft sind! Dank der Gewerkschaftsmitglieder konnte schlimmeres verhindert werden. Den Sparkassen muss es ja echt schlecht gehen, obwohl die Presseberichte ja anderes suggerieren

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    Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen.
    Ein ganz mieses Ergebnis für die Sparkassenbeschäftigen.
    Die Gewerkschaft ist eingeknickt und hat zugelassen, dass der Sparkassenbereich im ÖD gesondert betrachtet wird. Das ist der 1. Schritt zur Abkopplung vom ÖD-Tarif hin zu einem (wesentlich schlechteren) Sparkassen-Sondertarif!!!

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    @Jörg Deppe: andersherum wird ein Schuh draus! Wenn 90% der Sparkässler in der Gewerkschaft wären, hätten wir jedes Jahr ein besseres Ergebnis. Außerdem steht m.E. die Erhöhung nur den Gewerkschaftsmitgliedern zu! Ich bin seit 42 Jahren Mitglied!

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    Die freien Tage führen am Markt zu zusätzlichen unbezahlten Überstunden die gestrichen werden. Deshalb für viele unterm Strich eine Nullnummer, und ein unbefriedigendes Ergebnis.

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    Wenn ich bedenke, dass es Vorstände die vor den Verhandlungen gesagt haben, dass Sie mit Abschlüssen von 2,x und einem beibehalten der SSZ schon einverstanden wären dann knallen die Sektkorken in den Vorstandsebenen. Und was habt ihr für einen Beitrag durch die Vorstandschaften verhandelt? Nichts! Schön über den Tisch ziehen lassen. Es wurde die Frage gestellt was man den hätte tun sollen, wenn die Verhandlungsführer sich so hart zeigen. Ganz einfach. Ablehnen und den gesamten Abschluss damit ablehnen. Die VKA hätte das schon unter sich geregelt. Oder wir wären in Generalstreiks eingetreten. Aber, dass die schwächste Gruppe ihre Sonderzahlung reduziert bekommt während andere auch noch einen Aufschlag bekommen. Ich bin mehr als enttäuscht.

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    Ich bin sehr enttäuscht von diesem Tarifabschluss. Das ist der Beginn der Abschaffung des 14. Monatsgehalts. Die zusätzlichen freien Tage bringen mir nichts, da meine Arbeitszeit ohnehin nicht ausreicht, um die ganze Arbeit zu schaffen. Außerdem ist meine Befürchtung groß, dass diese freien Tage irgendwann verschwinden, so wie die Arbeitszeitverkürzungstage verschwunden sind.

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    Es ist vielleicht verdient, wenn wir wegen des geringen Organisationgrads als Bauernopfer herhalten müssen. Aber dann sagt es auch klar und deutlich und tut nicht so, als ob das ein gutes Ergebnis wäre. Das einige Branchen in der Coronazeit mehr geleistet haben als wir ist wahr, aber viele haben auch deutlich weniger geleistet. Wo war die Solidarität mit uns? Warum habt ihr nicht klar gestellt, dass es nur einen Abschluss gibt, wenn die SSZ unangetastet bleibt? Da sind wir wieder bei meinem zweiten Satz.

  21. Avatar

    Fragen wir unsere Vorstände, wo ihr monatliches Gehalt herkommt.
    Von einem HK-Konto.
    Und wie kommt das Geld dahin ….?!

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    Ich bin sehr enttäuscht über den Tarifabschluss. Er erinnert mich an die Zeiten von der Gewerkschaft ÖTV. Verdi hat sich von den Arbeitgebern spalten lassen. Warum sonst wurden verschiedene Verhandlungsgruppen gemacht? Der Gehaltsabstand zu den Genossenschaften bzw. Privatbanken wird wieder größer. Wer will da noch seine Ausbildung bei der Sparkasse beginnen? Ende vom
    Lied! Keine Mitarbeiter mehr und Schließung von Filialen.

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    Tut mir Leid, aber das geht überhaupt nicht. Mir scheint, dass der Gesamt-Abschluss auf dem Rücken der Sparkassen-Mitarbeiterinnen ausgetragen wird. Ich bin seit fast 40 Jahren Mitglied von ex-ÖTV und Verdi, aber das war es jetzt auch.

  24. Avatar

    Es ist wirklich eine Katastrophe.
    Alle bekommen was, nur die Sparkassen-Mitarbeiter gehen leer aus.
    Sieht so aus, als ob keiner für uns verhandelt hat.
    Ich finde es ja gut und wichtig, dass das Pflegepersonal besonders
    im Fokus steht, nur wir haben auch unseren Anteil geleistet.
    Bin jeden Tag zur Arbeit trotz Corona. Mein Unternehmen lag in Hygiene-Maßnahmen ganz weit hinten. Habe Maske, Handschuhe etc. alles selber angeschafft und musste mich noch diskriminieren lassen.
    Eine echte Schande.
    LG
    Simone

  25. Avatar

    Was da so schön versteckt wird ist die Tatsache, dass im Jahr 2022 dann -14% auf die SSZ (oftmals 13+14. Gehalt) abgezogen wird. Finde die Transparenz sollte man den Mitgliedern gegenüber wenigstens haben. Nominal betrachtet war die Tarifrunde somit ein Minus für die Beschäftigten.

  26. Avatar

    Ich wette, dass 90% der Leute hier, die sich beschweren, nichtmal in der Gewerkschaft sind. Ihr seid also die Ursache!
    Außerdem finde ich es unfair zu sagen, dass bisher keine guten Abschlüsse für die Sparkassen stattfanden. Die Tarifrunde 2018 war doch super.
    Und da mir Freizeit wichtiger ist als Geld, werde ich bei dieser happy über 34 Urlaubstage sein, anstatt noch mehr zu verlangen von meinem ohnehin guten Gehalt.

  27. Avatar

    Der Abschluss ist wahrlich eine Frechheit seiner Gleichen!!

    Eine Organisation in einer Gewerkschaft hat nichts mit FAIRNESS oder ähnlichem zu tun!!

    Wahrlich der schlechteste Abschluss seit der Existenz von Verdi!!!!

  28. Avatar

    Die Sparkassenarbeitgeber dürfen sich nicht wundern, wenn der ein oder andere Mitarbeiter zukünftig zur Kommunalverwaltung wechselt. Hier wird man noch fair behandelt!!!

    Weiterhin darf sich Verdi nicht wundern, wenn jetzt reihenweise die Mitglieder in den Sparkassen austreten!!!!

    Kurz und knapp hat VERDI einfach versagt! Es gibt kein besseres Wort:

    Alles VERSAGER!!!!

  29. Avatar

    Ehrlich gesagt war der Streik der Sparkassenmitarbeiter eine bodenlose Geldverschwendung!

    Wenn die Sparkassenmitarbeiter nicht gestreikt hätten, dann wäre das Tarifergebnis aus meiner Sicht genauso schlecht ausgefallen! Kein Cent mehr oder weniger im Geldbeutel.

    Verdi hätte lieber Rücklagen bilden sollen, um bei den nächsten Verhandlungen landesweit alle Sparkassenfilialen wiederholt zu bestreiken! Anders können wir den Arbeitgebern nicht mehr unter die Augen treten!

    Wir geben Arbeitszeit (Umwandlung in Ertrag) und erhalten dafür Lohn = Grundsatz der Wirtschaft

    => weniger Lohn für uns = in letzter Instanz: weniger Ertrag für die Arbeitgeber

    So einfach ist das…

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      Hallo,
      ich verstehe Deine Aussage nicht wie ver.di die Sparkassenfilialen bestreiken soll, wenn die Beschäftigten hierbei in den Filialen bleiben und weiterarbeiten oder vom Fenster aus, dem Streik zuschauen ?

  30. Avatar

    Nach meinen Berechnungen ist der Abzug in der SSZ geldmäßig so hoch, dass sowohl die Tarifsteigerung und auch der freie Tag voll kompensiert werden. Also ist der Abschluss für uns absolut nicht als Erfolg zu werten. Wir haben in unserem Hause weit über 250 Kollegen zum Warnstreik bewegen können und nicht wenige sind in Verdi eingetreten. Weil viele Kollegen von diesem Abschluss zutiefst enttäuscht sind, sind uns schon Austritte angekündigt worden. So kommt zum Frust für uns noch die Aufgabe hinzu, dieses Ergebnis verteidigen zu müssen und das Gefühl zu haben “ Alle Aktivitäten haben uns nichts eingebracht.“

  31. Avatar

    Ich habe die „gute „Vorruhestandsregelung in Anspruch genommen. Da ich eine der unteren Lohngruppen belege ist mir dieser Schritt schwer gefallen. Jetzt hat meine Gewerkschaft alles gegeben ,und meinen Vorruhestand durch Lohnkürzungen ,dafür mehr Urlaub zu versüßen .Was soll ich damit? Ich bin insgesamt 35 Jahre in der Gewerkschaft einmal ausgetreten weil uns die Gewerkschaftsfrau Wulf Matthies Verarscht hat Naja sie hat einen schönen Posten im Europaparlament bekommen und die jetzigen Verhandlungsführer, wo kommen die hin? Na ja ich werde wohl austreten ,meine Großmutter hätte wohl ein besseres Ergebnis rausgeholt.

  32. Avatar

    Ich bin auch nicht zufrieden mit dem Abschluss und hätte mir zumindest einen Inflationsausgleich gewünscht (nicht mal einen Kaufkraftgewinn).
    Aber wie Verdi bereits im Flyer geschrieben hat ist der gute Tarifabschluss der anderen Sektoren der „Judaslohn“ für den Verrat an den Sparkasslern.
    Liebe Verdi, so werdet ihr sicherlich nicht mehr, sondern eher weniger Mitglieder in den Sparkassen haben.
    Vielleicht sollte von den Beschäftigten darüber nachgedacht werden eine eigene Gewerkschaft zu gründen um nicht wieder verkauft zu werden!
    Loyalität und Zustimmung muss man sich verdienen, ich werde nicht in die Gewerkschaft gehen und vielleicht sogar meine Frau vom Austritt überzeugen können!
    Den AG ist meiner Ansicht nach kein Vorwurf zu machen.

  33. Avatar

    Was für ein schlechter Abschluss – die Erhöhungen kommen später, Eingriff in die SSZ. Wo blieb die Aussage aus der letzten Verhandlung – kein Sonderopfer für die Sparkassen? Und wir lassen uns nicht auseinander dividieren?
    Die Verluste kann ich nur kompensieren, wenn ich die Beiträge für Verdi einspare.

  34. Avatar

    Dass ihr euch nach all den Ankündigungen – wir lassen uns nicht auseinander dividieren, kein Angriff auf die SSZ….. traut, so euren Mitgliedern unter die Augen zu treten und dann auch noch versucht, das schön zu reden? Ihr habt uns Sparkässler zu Gunsten eines Abschlusses für Alle verkauft. Und ihr habt euch sehr wohl von den AG auseinander dividieren lassen. Bevor ich es vergesse, nicht nur uns Sparkässler, sondern fast noch krasser, die Leute aus dem Rettungsdienst. Was habt ihr damit erreicht? Vermutlich viele Austritte aus genau diesen Bereichen. Und was noch schlimmer ist, ihr habt damit die „Büchse der Pandora“ dahingehend geöffnet, dass ihr den Weg für weitere Absenkungen der SSZ geebnet habt. Denn das war nur der Anfang! Sorry, aber schämt euch!!!

  35. Avatar

    Dieser Tarifabschluss ist eine Schande!
    Wie oft haben wir schon statt einer Gehaltserhöhung freie Tage bekommen? Alle wurden in den Folgejahren wieder gestrichen. Hätten wir Gehaltserhöhungen durchgesetzt würden wir jetzt gut verdienen. SSZ wurde eingeführt um ein Überstundengehalt (übrigens: Überstunden fallen immer noch an und werden zum Teil ersatzlos und unbezahlt gestrichen) zu ersetzen. Argument damals: mit gutem täglichem Arbeitseinsatz können wir hierüber unser Gehalt selbst mitbestimmen. Das heißt jetzt aber: für immer weniger SSZ immer höhere Zielvorgaben erfüllen zu müssen. Wo ist der Anreiz? Wo die Motivation?
    Schade, dass wir Sparkässler nur zu einem verschwindend geringen Bruchteil der Beschäftigten organisiert sind. Aber wundert uns das noch? Mich nicht mehr bei solch arbeitgeberfreundlichen Einigungen.
    Sollten vielleicht zukünftig nur noch die von tariflichen Erhöhungen profitieren, die tatsächlich Mitglied der Gewerkschaft sind? Dann hätten wir bestimmt einen riesen Zulauf und könnten wesentlich mehr bewirken!

  36. Avatar

    Das Ergebnis ist nicht unser aller Wunschergebnis, denn die Kolleginnen und Kollegen in den Sparkassen werden besonders in Anspruch genommen. Das ist Fakt.
    Der Abschluss ist aber deutlich besser, als es viele hier darstellen. Für mich zum Beispiel wird viel zu oft vergessen, dass das Thema „Arbeitsvorgang“ komplett vom Tisch ist. Und es war wohl bei den Arbeitgebern sehr hoch besetzt. Das hätte einen Tsunami an schlechteren Stellenbewertungen losgetreten. Mindestens 2 bis 3 Entgeltgruppen niedriger auf den allermeisten Arbeitsplätzen – zustätzlich zu dem, was vielen schon durch die VdZen zugemutet worden ist, gerade auch in der Kundenberatung. Aber das Thema ist zu komplex und geht aktuell leider unter. Im Bereich Arbeitsvorgang konnte so einiges abgewehrt werden, was sich kaum in linearen Tabellensteigerungen abbilden lässt!!!!!
    Auch die Angleichung der Arbeitszeit für unsere Kolleginnen und Kollegen im Osten der Republik war nach 30 Jahren mehr als überfällig! Das müssen wir dringend mit auf der Haben-Seite verbuchen.
    Das aktuell vorliegende Verhandlungsergebnis für die Sparkassen ist m.E. nicht so, wie es hier in den Kommentaren oft dargestellt wird. Ich habe verschiedene Entgeltgruppen durchgerechnet. Das Jahresbruttoeinkommen sinkt durch diese Einigung bei niemandem in den Jahren 2020 bis 2022. Auch unter Berücksichtigung aller Folgen für alle Teile der SSZ. Das Einkommen steigt zugegeben später und letztendlich nur in sehr geringem Ausmaß – bei einer Infaltionsrate laut statistischem Bundesamt 08/2020 von 0,00 %. Die Corona-Prämie habe ich bei meiner Berechnung nicht mit eingerechnet – sie fließt ja auch nur einmal.
    Wir haben sie zwar nicht gewollt, aber die zwei Urlaubstage haben natürlich auch einen Wert, gerade in einer Branche, in der die Auswirkungen der Digitalisierung und damit des Wegfalls von Aufgaben gerade erst am Anfang stehen. Die Umwandlung von Geld in Zeit wird vor dem Hintergrund der Folgen der Digitalisierung in anderen Tarifbereichen schon länger beschritten. Die 7 % für eine Urlaubstag sind nach meinen privaten Berechnungen dabei relativ dicht an dem Wert der angesetzt wird, wenn man Urlaubstage in Entgelt umrechnet, so wie es das Bundesurlaubsgesetz vorsieht. In ihrem absoluten Wert, so wie er hier mit je 7 % vorliegt, sind sie natürlich „Verhandlungsergebnis“.
    Übrigens: Die 24 %, die die Arbeitgeber ursprünglich gefordert haben, bezogen sich m.W. auf die Kompensation zu ihrem eigenen ersten „Angebot“. Als im Laufe der Verhandlungen das Verhandlungsergebnis zu Gunsten der Arbeitnehmer gesteigert werden konnte, stieg auch das Kompensationsbegehren der Sparkassenvorstände auf 34 %. So mein Kenntnisstand. Ist also wohl kein Druckfehler.
    Ich glaube, ohne ver.di und die Aktiven in den Sparkassen wäre es nicht gelungen, den groß angelegten Angriff der Sparkassenarbeitgeber zu dieser „Unzeit“ in dieser Weise großteils abzuwehren.
    Ich will hier nichts in rosaroten Farben darstellen. „Hände weg von unserer SSZ“ war unser Wunsch. Der konnte nicht erfüllt werden. Aber das liegt in erste Linie an den Sparkassenvorständen, die Zeit und Ort eiskalt zu nutzen wussten. Sie, die Sparkassenvorstände, sind dabei zu 100 % organisiert.
    Wären wir Sparkasenbeschäftigte ähnlich gut organisiert, so hätten die Sparkassenvorstände sich nicht so weit vorwagen können. Und so ganz nebenbei hätten wir in ver.di auch mehr Gewicht, denn verdi ist eine Mitgliederorganisation was bedeutet, dass sie ausschließlich von Mitgliedsbeiträgen lebt und in Entscheidungsgremien natürlich nach Mitgliederstärke demokratisch ausgerichtet ist. Für unsere paar Prozent Mitglieder haben wir da schon sehr viel erreicht. Jetzt „Gewerkschaft“ den Rücken zu kehren, hieße den Arbeitgebern komplett freie Fahrt zu gewähren. Und die, liebe Leute, die werden sie dann zu nutzen wissen. Es reicht nachhaltig nicht aus, ab und zu beim Warnstreik „Solidarität“ zu zeigen. Es ist ein Zeichen, ja, aber Bewegung erreicht man nur durch Organisation … und dafür braucht man leider einen sehr sehr sehr sehr langen Atem.

  37. Avatar

    Fakt ist, dass die Sparkassenbeschäftigten einen deutlich schlechteren Tarifabschluss bekommen, als die anderen Gruppen im Öffentlichen Dienst. Ganz deutlich gesagt, uns wird Geld weggenommen, während alle anderen mehr bekommen! Mit welcher Begründung? Es gibt keine. Und dann sagt Verdi auch noch völlig ungeniert, dass die Arbeitgeber einer grundsätzlichen Einigung nicht zugestimmt hätten, hätte Verdi nicht bei der SSZ-Reduzierung mitgemacht.
    Ja, dann muss man das natürlich machen, andere Positionen kann man dann nicht mehr vertreten – Standhaftigkeit geht wahrlich anders…..

    Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was bei mir überwiegt: Völliges Unverständnis für das Vorgehen der Arbeitgeberseite, die Verärgerung über eine Gewerkschaft, die uns „nur“ 14% dauerhafte Absenkung des garantierten (!) SSZ-Bestandteils als das Bestmögliche, was zu erreichen war, verkaufen will oder der sich bei mir weiter verstetigende Eindruck, dass wir Sparkassenbeschäftigten für Verdi bei den Tarifverhandlungen wohl nicht mehr als ein lästiges Anhängsel sind!?!

    Die Arbeitgeber nutzen das, um Kosten zu senken – und Verdi macht mit und öffnet damit den Arbeitgebern Tür und Tor – auch für künftig weitere Schritte. Von der mehrfach in anderen Kommentaren genannten Wertschätzung kann bei einem solchen Vorgehen wirklich keine Rede sein. Das enttäuscht – das gilt sowohl für die Arbeitgeber- aber auch für die Gewerkschaftsseite!

    Meine Einschätzung: Dieser Abschluss kann von niemandem, der sich ERNSTHAFTT für die Interessen der Sparkassenbeschäftigten einsetzt, schön geredet oder gar mitgetragen werden!
    Das ist ein echter Bärendienst, den Verdi damit allen Sparkassenbeschäftigten erweist – übrigens völlig unabhängig davon, ob Gewerkschaftsmitglied oder nicht!
    Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle überzeugten und motivierten Sparkässler, die Tag für Tag Ihren Job im Interesse der Sparkasse und ihrer Kunden machen!

    Wirklich ernüchternd ist jedoch eine Erkenntnis, die einem zwangsläufig kommen muss, wenn man sich nochmal alles mit etwas Abstand anschaut und die Publikationen von Verdi ganz genau liest: Denn an diesem Ergebnis hätten wir selbst dann nichts ändern können, wenn 100 Prozent der tariflich bezahlten Sparkassenbeschäftigten gewerkschaftlich organisiert wären. Wie soll man sonst verstehen, was im Flugblatt zum Ergebnis auf der 2. Seite, rechte Spalte wörtlich steht: „Erschwerend kam hinzu, dass trotz vieler Wilkensbekundungen unter den aktuellen gegebenen Umständen eine Fortführung der Arbeitskampfmaßnahmen sehr fraglich erschienen.“.

    Ich empfehle jedem, darüber mal nachzudenken – und nicht wieder die jetzt überflüssige und vom eigentlichen Punkt ablenkende Diskussion „ich bin Gewerkschaftsmitglied, die meisten von euch aber nicht“ zu führen. Wenn Verdi – wie es jetzt unbestreitbar erkennbar wurde – nicht in der Lage oder nicht Willens ist, die Interessen der Sparkassenbeschäftigten ernsthaft und mit Konsequenz zu vertreten, warum sollten dann weitere Kolleginnen und Kollegen dort Mitglied werden??? Laut Verdi haben in den letzten Wochen zehtausende Sparkässler gestreikt. Können Position und Auftrag an eine Gewerkschaft klarer sein?!?! Was sagt Verdi? „Die Streiks haben sich aus Sicht der Bundestarifkommissionsmitglieder gelohnt.“ Damit ist dann aber jetzt wirklich alles gesagt…..
     
     

  38. Avatar

    Die Qualität einer Gewerkschaft stellt sich heraus, wenn es ERNST wird!

    Den Ernst der Lage hat Verdi bzgl. SSZ zwar erkannt, aber es kam keine Verbesserung zustande. Mir kommt es so vor, als hätte Verdi die Arbeitgeber vertreten und nicht die eigenen Mitglieder. Ich werde zum nächstmöglichen Termin austreten – keine Frage!

    Und ich rufe auch dazu auf, dass mehrere Mitglieder austreten! Vielleicht erkennt Verdi dadurch die „Qualität des erreichten Abschlusses für Sparkassler“

    Alle Forderungen der Arbeitgeber wurden angenommen und umgesetzt – eine Schande! Zudem erhalten wir verspätet die tarifliche Erhöhung! Es wurde sogar noch schlechter, als ursprünglich erwartet.

    Von den Urlaubstagen halte ich nichts, rein gar nichts! Es werden bereits jetzt jedes Jahr Unmengen an Überstunden gestrichen…

    Selbst eine branchenfremde Gewerkschaft hätte ein besseres Ergebnis erzielen können als Verdi. Das alles ist nicht zu glauben!!!

  39. Avatar

    Verdi: Wir Sparkassler lassen uns nicht vom Öffentlichen Dienst „abkapseln oder Ausspielen“

    Genau das ist doch passiert liebe Freunde!!!!

    Wortbruch pur!!!!!!!!!!!!!!

    Ich werde auch austreten und ich hoffe noch mehr.

    Jedes Wort von Verdi ist fränkisch formuliert ein „bloses Gschmarr“

  40. Avatar

    @ Kurt Maurer: Nur schöne Worte in einer sehr, sehr, sehr einseitigen Sichtweise. Diese wiederum betrachtet nur 5% des großen Ganzen. 95% wurden nicht kommentiert -> schwacher Inhalt insgesamt

    @ Ein weiterer enttäuschter Sparkässler: Es gibt nichts zu ergänzen!

    @ Thomas: Genau das ist doch die Folge des abgeschlossenen Tarifvertrages auf dem Rücken der Sparkassler – flächendeckende Austritte wird Verdi von den Sparkassen vermelden müssen. Selbst ich werde austreten, mit Überzeugung. Ich werde eine Mitgliedschaft nicht mehr empfehlen. Ich habe jetzt sogar ein schlechtes Gewissen, da ich immer für eine Mitgliedschaft im Kollegenkreis plädiert habe.

    Nur Dilettanten waren als Vertreter der Arbeitnehmer am Verhandlungstisch! Die Arbeitgeber konnten die Situation schamlos für sich ausnutzen! Die AG hatten eben bessere Vertreter geschickt. Verdi hat einfach versagt….

  41. Avatar

    Das Ergebnis dieser Tarifverhandlungen ist für den Verhandlungsführer beschämend.
    Keines der AN-Forderungen konnte durchgesetzt werden, die zusätzlichen Urlaubstage werden m. E. teuer erkauft.
    Man hat das Gefühl die Verdi hat für die Arbeitgeberseite verhandelt.
    Dieser Tarifabschluss ist für mich der Anlass die Gewerkschaft zu verlassen, damit kann ich wenigstens die Einschnitte und Nullrunden zum Teil kompensieren.

    Ein enttäuschtes (Ex-)Gewerkschaftsmitglied

  42. Avatar

    Fakt ist, durch meinen Austritt bei der Verdi, erhalte durch die Ersparnis meiner Beiträge mehr, als das Ergebnis der Tarifverhandlungen.

  43. Avatar

    Schade für alle, welche den Tarifabschluss mit einem Austritt aus der Gewerkschaft kommentieren. Das zeugt von sehr wenig Weitsicht und Verständnis. Habt ihr mal versucht durch die Brille der Verhandlungsführer zu schauen? Was genau hättet ihr an deren Stelle getan? Ich meine in Zeiten wie diesen war einfach nicht mehr machbar. Mehr machbar wird erst, wenn 80 % der Mitarbeiter in ver.di sind und wir alle Sparkassen für ein paar Tage zuschließen…!

  44. Avatar

    Ich frage mich, was diejenigen, die jetzt ver.di den Rücken kehren, sich gedacht haben und denken. Haben sie erwartet, die Verhandlungskommission geht einfach hin und verlangt keine Kürzung der SSZ, eine super-Erhöhung der Entgelte und eine kurze Laufzeit und die AG sagen: klasse, da bin ich noch gar nicht drauf gekommen, lass uns das machen? Ich finde unter den gegebenen Umständen, ist das kein gutes, aber ein akzeptables Ergebnis. Und jemand schrieb von Generalstreik: d.h. meines Wissens 100 % Streikbeteiligung (eben general-). Wir hatten eine gute Streikbeteiligung, aber einen „generalen“ Warnstreik habe ich nicht gesehen. Und man muss in Verhandlungen auch mal sehen, was realistisch geht.
    Und denken diejenigen, die ver.di den Rücken kehren, dass es besser wird, wenn die Gewerkschaft noch zusätzlich geschwächt wird.

  45. Avatar

    Na wenigstens melden sich hier Kolleg*innen zu Wort…

    Es hätte schlimmer kommen können… ist m.E. kein Trost.
    Schade, dass es nicht schlimmer gekommen ist und die ewigen Trittbrettfahrer so doch noch eine bescheidene Erhöhung erhalten.
    Taktisch war es definitiv keine Meisterleistung, die Verhandlungen vor dem Corona-Hintergrund so zu führen!
    Übrigens glaube ich nicht daran, dass das Thema „Arbeitsvorgang“ erledigt ist!
    Also schön organisiert bleiben!!! Es gibt keine Alternative zu einer Arbeitnehmervertretung! Wenn die derzeitige nicht überzeugt, dann engagieren!
    Rein in die Gremien und aktiv(er) werden!!!

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    Ich glaube, dass die ver.di-Kolleg*innen am Verhandlungstisch gerne mehr für uns erreicht hätten – an deren Engagement hat es m.M. nicht gelegen.
    Ich bin wütenden auf die Vorstände, die teilweise so tun als könnten sie nichts dafür, was ihre Vertreter im AG. -Verband fordern. Aber noch wütender bin ich auf all die Tritbrettfahrer*innen sowie auf die Nichtteilnehmenden bei Streiks. Nach 2018 hätte ich hier mehr Engagement erwartet, denn Solidarität ist nicht einseitig und kann man auch nicht im Dauerabbo bekommen ohne selbst viel zu tun. Wir hätten nach 2018 viel deutlicher Kante zeigen müssen. Es wird Zeit, dass endlich alle wach werden – also die Trittbrettfahrer*innen und Streikverweigerende. 2023 kommt bestimmt.
    Und Austritte machen es bestimmt nicht besser.

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    Die Ergebnisse der Tarifverhandlungen kommen einem Totalversagen gleich. Wenn wir in den Sparkassen durch unsere Arbeit solche Ergebnisse wie ihr bei verdi erzielen würden, dann sähe es richtig finster aus. Ich komme nach dieser Tarifrunde zu dem Ergebnis, dass verdi wahrscheinlich alles macht, definitiv aber nicht unsere Interessen vertreten. Meinen Gewerkschaftsbeitrag bekommt ihr definitiv nicht mehr – das wäre Leistung ohne Gegenleistung. Ihr tut so, als hättet ihr Schaden abgewendet. Ihr habt euch einlullen lassen und viel zu zeitig aufgegeben. Sich damit rauszureden, dass die Forderungen der Arbeitgeberseite überzogen und völlig überraschend kamen—ganz ehrlich, wenn das eure Ansicht ist, dann sorgt schnellstens für neue fähige Leute bei verdi.

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    Ich bin nach diesem verdi-Disaster davon überzeugt, dass die Arbeitgebervertretung für die folgende Tarifverhandlung gar keine Verhandlungspartner mehr senden müsste. Nach diesem Tarifabschluss und den Verhandlungen 2020 hat sich gezeigt, dass verdi es ganz allein schafft, die Wünsche der Arbeitgeberseite in nahezu vollem Umfang ohne große Anstrengungen dieser, zu erfüllen. Ich komme mir wirklich mehr als veralbert vor. Wen hat verdi nochmal vertreten? Gesteigert wird dieses Totalversagen dieser Kaspergewerkschaft nur noch von ihren verzweifelten Versuchen, eine komplette Niederlage auf der ganzen Linie, wie einen Teilsieg aussehen zu lassen. Austritt muss in diesem Fall die logische Konsequenz sein.

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