Warum fordern die Arbeitgeber der Sparkassen in dieser Tarifverhandlung einen „Sondertisch“?

Udo und Christoph waren am Wochenende (18.-19.09.2020) als Mitglieder der Tarifkommission für die Tarifrunde des öffentlichen Dienstes bei der 2. Verhandlungsrunde in Potsdam dabei.

Sie erklären hier, welche Bedeutung die SSZ für die Beschäftigten in den Sparkassen hat und was die Arbeitgeber damit vorhaben.
Spolier: Nix gutes! Es geht um die Wurst!

Udo Alpers, ist Mitglied im Präsidium der ver.di Bundesfachgruppe Sparkassen und Bundesbank, Mitglied der ver.di Bundestarifkommission und Personalratsvorsitzender der Sparkasse Stade-Altes Land.

Christoph Schmitz Mitglied im ver.di-Bundesvorstand, Leiter des Fachbereichs Finanzdienstleistungen und Mitglied in der Verhandlungskommission

Film: ver.di TV, https://www.verdi.de/verditv

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

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    Ich bin sehr empört! Unsere Arbeit wird nicht wertgeschätzt, eine absolute Einbuße zu Lasten unseres Bruttoverdienstes mit allen weiteren Auswirkungen, die zu berücksichtigen sind, z.B. Rente etc. …..!
    Es ist kein guter Anreiz für jüngere Kolleginnen und Kollegen, bei der Sparkasse zu arbeiten …..!!!!

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    Wenn die SSZ auf die monatliche Gehaltszahlung verteilt gezählt würde, und nicht mehr gesondert als 14. Gehalt, so wie es wohl damals bei anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes umgestellt wurde, habe ich nichts dagegen. Das hätte für uns den Vorteil, dass es nicht mehr von der grünen Ampel abhängig wäre.

    Auch bei Neueinstellungen wird ja angeboten, was es insgesamt fürs das Jahr an Gehalt gibt, und dabei ist die SSZ fest eingeplant.

    Einbußen bei der SSZ würde den Abstand zu den Bankengehältern wieder vergrößern.

    Das kann auch nicht im Sinne der Arbeitgeber sein, da wir gute Berater immer wieder durch die Fluktuation ersetzen müssen.

    Etwas mehr Weitsicht hätte ich den Verhandlungsführern der Arbeitgeber schon zugetraut, und diese Unsitte, lange erst man kein eigenes Angebot zu machen, ehe nicht gestreikt wird, empfinde ich immer als schlechtes Benehmen, in Coronazeiten mehr denn je.

    Aber gut, wenn man uns zum Streiken zwingen will, ist das eben so.

    Gehaltseinbußen werden wir jedenfalls nicht hinnehmen, zumal es dafür auch keine wirtschaftliche Begründung gibt, wie der DSGV ja erst kürzlich bestätigt hat.

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    Lieber Udo,
    der Zorn über den Angriff auf die SSZ ist Dir zu Recht deutlich anzumerken. Schließlich haben wir die SSZ „bezahlt“ mit der Veränderungen von Weihnachtsgeld und 14. Gehalt in eine „leistungsabhängige Vergütung“.
    Die tariflichen Regelungen jetzt substanziell anzugreifen ist einfach „unverschämt“, denn „Leistung“ haben wir Sparkassenbeschäftigte besonders in schwieriger Zeit immer wieder gezeigt.
    Ich wünsche uns allen bundesweit eine ausreichend große Solidarität, mit deutlichen Zeichen diesen Angriff abzuwehren.

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