Bundestarifkommission beschließt Forderung

Startklar zur Tarifrunde 2020 im öffentlichen Dienst – Unsere Forderungen stehen: Einkommensplus von 4,8 Prozent bzw. Mindestbetrag von 150 Euro und Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit!

Die aktuelle Situation in den Sparkassen ist gekennzeichnet durch

  • die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes
  • die Versorgung der Bevölkerung mit allen(!) Finanzdienstleistungen ohne Einschränkungen
  • eine erhöhte Kreditnachfrage

Die bisherigen Geschäftszahlen machen Mut, die möglichen Bewertungsmaßnahmen können die Betriebsergebnisse der Sparkassen noch verhageln, allerdings sind die ordentlichen Erträge in der Krise kaum beeinträchtigt. Für Bewertungsmaßnahmen haben die Sparkassen gut vorgesorgt, sodass es keinen Grund gibt, die Beschäftigten dafür durch einen Eingriff bzw. eine Reduzierung der Sparkassen-Sonderzahlung (SSZ) bluten zu lassen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Sparkassen bisher gut durch die langanhaltende Niedrigzinsphase gekommen sind. Auch in der Coronakrise haben die Beschäftigten der Sparkassen gezeigt, dass sie in schwierigen Zeiten gute Arbeit für ihren Arbeitgeber abliefern. In den letzten Wochen diskutierten die ver.di-Mitglieder ihre Forderungen für die anstehenden Tarifrunde im öffentlichen Dienst, also auch in den Sparkassen und in der Bundesbank.

Gerade die Beschäftigten in den Sparkassen haben hierbei deutlich gemacht, dass sie für einen Tarifvertrag auf die Barrikaden gehen wollen, der den Eingriff in die SSZ verhindert! 82 Prozent der Befragten sagen, sie wären bereit an Warnstreiks teilzunehmen.

Natürlich wurde in der ver.di-Bundestarifkommission (BTK) auch über die SSZ ausführlich diskutiert. Hier war völlig klar, dass die anderen Bereiche des öffentlichen Dienstes hinter uns stehen und wir uns nicht auseinanderdividieren lassen. Mit dieser Tarifkommission wird die SSZ nicht angerührt!

Für die Sparkassen diskutiert haben (im Bild v.l.n.r): Christine Näther (Sparkasse Meißen), Udo Alpers (Sparkasse Stade-Altes Land), Christoph Schmitz (ver.di Fachbereichsleiter Finanzdienstleistungen), Thorsten Jensen (Deutsche Bundesbank) und Ulrike Grüner (Sparkasse Mainfranken Würzburg). Unsere Kollegin Sabine Bartz von der Sparkasse Dortmund war über Video dabei.

Die gewählten Mitglieder der BTK haben für rund 2,3 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes folgende Forderung aufgestellt:

  • Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent bzw. um einen Mindestbetrag von 150 € monatlich
  • bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten

Außerdem sollen die bestehenden Altersteilzeitregelungen verbessert und verlängert sowie die Arbeitszeit im Osten an die im Westen angeglichen werden. Zustäzliche freie Tage sollen die Beschäftigten entlasten.

Über die besonderen Bedingungen der Beschäftigten im Gesundheitswesen soll an einem eigenen Verhandlungstisch verhandelt werden. Außerdem geht es für sie auch noch um die Regelungen zu Wechselschichten und um eine Erhöhung der Sonntagszuschläge. 

Das Ergebnis soll später zeit- und wirkungsgleich auf Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten sowie Versorgungsempfängerinnen und -empfänger übertragen werden.

Die erste Verhandlungsrunde findet am 01. September 2020 in Potsdam statt.

Diese und weitere Tarifinformationen gibt es bei unseren Flugblättern zum Download als PDF, gerne auch zum Verteilen an die Kolleginnen und Kollegen.

Tarifverträge schaffen Sicherheit in schwierigen Zeiten!

Wir erleben gerade eine Situation, die uns als Gesellschaft vor große Herausforderungen stellt und es ist zu befürchten, dass sich auch die wirtschaftliche Situation gravierend verändert. Gerade in schwierigen Zeiten sichern Tarifverträge die Einkommen und die Arbeitsbedingungen von Beschäftigten.

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