Infos zum Streik am 20.10.2020 in NRW

Wir rufen für den 20.10.2020 mit dem unten stehenden Streikaufruf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der genannten Sparkassen zum Streik auf.

Den Streikaufruf findest Du hier:

Der Streikt findet von Zuhause aus statt, wir rufen zu keiner Kundgebung und keinem Protest auf!

Beantragung von Streikgeld für ver.di Mitglieder

Wenn Du am 20. Oktober 2020 in den Arbeitskampf getreten bist, kannst Du  -sofern Du ver.di-Mitglied bist- mithilfe eines Online-Formulars Streikgeld beantragen.

Bitte halte dafür folgende Daten bereit: 

  •     ver.di-Mitgliedsnummer
  •     Vorname, Nachname
  •     Geburtsdatum
  •     Deine individuelle arbeitsvertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit
  •     Anzahl der durch den Arbeitskampf ausgefallen Arbeitsstunden
  •     Telefonnummer und/oder E-Mail für Rückfragen

Aus Gründen des Datenschutzes, werden wir weitere Daten (wie Kontonummer etc.) gesondert abfragen. Dafür senden wir Dir ein vorausgefülltes Formular mit der Post. Wir bitten Dich darum uns dieses Formular, vollständig ausgefüllt und unterschrieben  zurück zu senden. (Die erhobenen Daten werden ausschließlich zur Bearbeitung des Antrages auf Streikgeld verwendet).

Hier geht es zum Online-Formular für die Beantragung von Streikgeld

Weiter Hintergründe zum Angebot der Arbeitgeber:

Weiter Hintergründe zum Angebot der Arbeitgeber:


Die Arbeitgeber haben am Freitag ein „Angebot“ abgegeben. Hierzu kann man bereits eine Meinung haben, wie die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) mit Respekt und Anerkennung umgeht.

Wie abgebrüht und geringschätzend VKA-Präsident Mädge sich äußert, kann man ja aktuell an vielen Stellen verfolgen.

Die Situation für die Sparkassen-Beschäftigten ist nun aber noch bitterer. Wirklich überraschend ist sie aber bei dem Verhalten der Arbeitgeber nicht. Dass aber hier noch in den letzten Tagen zahlreiche Sparkassen-Vorstände sich hinstellen oder sich schriftlich an die Belegschaften wenden und entweder sagen „keiner wird nach der Tarifrunde weniger haben“ oder gar „alle werden nach der Tarifrunde mehr haben“ ist angesichts dieses Angebots beschämend und ein Beweis über den Verlust von Anstand, Moral und Ehrlichkeit. Schamlos ist, dass sie eine Beteiligung der Vorstände ablehnen. Das heißt, ihr finanziert mit dem Verzicht auf Teile der SSZ die Gehaltssteigerungen der Sparkassen-Vorstände! Klar ist auch, dass dieses Angebot alleine der Handschrift der Sparkassen-Vorstände trägt. Hat man vielleicht nur gewartet, bis die Pandemie-Zahlen so hoch sind, die Streiks und Zusammenkünfte der Beschäftigten täglich schwieriger werden?
Aber es scheinen sich tatsächlich Menschen für den Umgang mit den Sparkassen-Beschäftigten zu schämen, denn weder in der Presserklärung noch auf der Homepage der VKA wird dieses Sonderopfer der Sparkassen-Kolleginnen und –Kollegen auch nur ansatzweise erwähnt.
Das passt zum Verhalten der Sparkassen-Arbeitgeber in vielen Häusern, die hier Mitarbeitenden Grundrechte absprechen wollten und massiv Druck ausgeübt und Angst gemacht haben, damit Sparkassen-Beschäftigte sich nicht an Warnstreiks beteiligen. Zum Glück an vielen Stellen nicht erfolgreich.

So sollen die Einschnitte für euch aussehen:
Der garantierte Anteil der Sparkassen-Sonderzahlung soll von aktuell 88,77% zum
• 1. Januar 2021 auf 81,77%
• 1. Januar 2022 auf 74,77% und
• 1. Januar 2023 auf 64,77% abgesenkt werden.


Und weil man sich angesichts steigender Pandemie-Zahlen und geglückter Verunsicherung der Beschäftigten so stark fühlt, sollen bis Ende 2024 Tarifsteigerungen auf diese Zahlungen nicht angewandt werden.

Wir rufen zu einem ganztägigen Warnstreik am Dienstag mittels des beigefügten Aufrufs auf.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung bleibt ihr bitte zuhause und nehmt die Arbeit nicht auf. Für euch Mitglieder besteht der Anspruch auf die Zahlung von Streikgeld.

Das Online-Tool zur Streikgeldbeantragung ist geschlossen:
Wenn Du Streikgeld beantragen willst, wende dich bitte an deine/n betrieblichen ver.di-Ansprechpartner*in oder deine Zuständige ver.di Geschäftsstelle: https://www.verdi.de/wegweiser/verdi-finden


Es ist wichtig, dass die Vorstände merken, dass es so nicht geht.
Deshalb darf ein Kundentermin, die Kurzfristigkeit, Herbstferien oder die Situation in der eigenen Einheit kein Grund sein, nicht für die eigenen Interessen zu streiken.
Für die Rücksichtnahme auf diese Belange zahlt ihr ansonsten alle euer Berufsleben lang. Solch einen Angriff auf Sparkassen-Beschäftigte hat es noch nie gegeben. Die Sparkassen-Vorstände glauben, dass ihr euch das gefallen lasst und alleine sie eine Steigerung zusätzlich zu ihren üppigen Gehältern und einer mehr als komfortablen Altersvorsorge einstreichen können ohne dass es auffällt!

Auf die, die immer dabei sind, zählen wir. Wir zählen aber auch auf die, die bisher nicht dabei waren und geglaubt haben, dass ihr Vorstand ihnen das dankt. Der Dank soll der Verlust von 24% der SSZ sein!

Seid dabei und motiviert alle, es auch zu tun. Sprecht die Kolleginnen und Kollegen an. Streik ist ein Grundrecht! Noch haben wir eine Chance. Dafür wäre es aber gut, wenn die Sparkassen-Vorstände am Dienstag merken, dass sie diesmal deutlich zu weit gegangen sind. Sie tragen mit ihren seit Jahren stattfinden Angriffen auf die SSZ mit Schuld für diesen Angriff auf die Beschäftigten in den Sparkassen.
Lasst uns beim Thema „Schuld“ eine Anleihe im gleichnamigen Ärzte-Song nehmen. Hier heißt es treffend: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es ist nur deine Schuld, wenn sie so bleibt!“

In diesem Sinne: eintreten für die eigene finanzielle Zukunft und Dienstag zuhause bleiben! Gemeinsam sind wir stark! Jede und Jeder ist nun nicht nur systemrelevant, sondern unverzichtbar! Mehr von uns = mehr für alle!

Kontakt:

Björn Wißuwa
ver.di-Landesbezirk Nordrhein-Westfalen
fb01.sparkassen.nrw@verdi.de
+49 (0)211 – 61824274

11 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Avatar

    Hallo, ich bin auszubildender bei der Stadtsparkasse oberhausen und hab mich am 13.10 als mitglied bei der verdi registrieren lassen. Nun wollte ich nachfragen, wie das mit dem Streikgeld aussieht für den 20.10, da ich gehört habe, dass man erst eine bestimmte zeit Mitglied sein muss.

    • Avatar

      Hallo Marvin, um Streikgeld zu erhalten musst Du spätestens im Vormonat Mitglied geworden sein.
      Wenn Du am Dienstag streikst und noch keine Mitgliedsnummer hast, kannst Du trotzdem unter dem oben genannten Link Streikgeld beantragen. Wir prüfen dann die Voraussetzungen!
      Wenn Du weitere Fragen hats, wende Dich bitte an: fb01.sparkassen.nrw@verdi.de

      Viele Grüße
      Dein ver.di Team

  2. Avatar

    Wenn nicht jetzt, wann dann? Das muss man sich fragen, wenn wir es Dienstag nicht schaffen, unsere letzte Chance zu nutzen. Was muss noch passieren, damit wir aufstehen und gemeinsam kämpfen? Jetzt ist es an der Zeit. Macht mit – ALLE. Sonst zahlen wir alle drauf.

  3. Avatar

    Was Corona nicht geschafft hat, schaffen Seehofer und Co. : Unsere Kunden laufen vor geschlossene Türen!
    Dienstag ist kein Arbeitstag- Dienstag ist Streiktag!💪🏻🦾

  4. Avatar

    Es ist sehr schade, dass die Strategie der Arbeitgeber aufgegangen ist und die Streikenden in der öffentlichen Wahrnehmung als „unverschämte Störer in Corona-Zeiten“ dargestellt werden, die „Gehaltssteigerungen durchsetzen wollen, während andere ihren Job verlieren“. M. E. sollte von offizieller (Verdi-)Seite die Weigerung der Arbeitgeber, die Tarifrunde zu verschieben, viel mehr publik gemacht werden. Andernfalls droht der Rückhalt im eigenen sozialem Umfeld mehr und mehr zu brökeln.

  5. Avatar

    Es ist schade, dass es bei maßlosen Einschnitten in die Vergütungsstruktur, noch „Kollegen“ gibt die nicht auf die Straße gehen.

    Ich möchte nicht auf Geld verzichten, das ja auch nicht garantiert ist, sondern nur gezahlt wird, wenn gut gearbeitet wird.

    Eine Klarstellung wer für den Streik verantwortlich ist, sollte dringend erfolgen, da ich das Gefühl habe, das der Rückhalt für den öffentlichen Dienst bröckelt.

    Schade das an einem Streiktag noch Sparkassen geöffnet sind.

  6. Avatar

    Hallo,
    ist das Online-Formular für die Beantragung für das Streikgeld nicht mehr aktiv?
    Ich bekomme immer den Hinweis:
    401: Nicht autorisiert

    Leider haben Sie dafür keine Berechtigung

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